15.12.2012: Papillon Pilotentreffen und Sicherheits-Symposium

Das Papillon-Pilotentreffen war ein voller Erfolg. Über 200 Besucher reisten auch bei widrigen Witterungsbedingungen an. Vor Vertretern der Fachpresse kam es unter der Moderation von Andreas Schubert zu interessanten Einblicken in die Arbeit des Sicherheitsreferenten des DHV.

Karl Slezak berichtete über Unfallschwerpunkte und zeigte verschiedene Möglichkeiten auf, Risiken deutlich minimieren zu können. So sei beispielsweise die sorgfältige Prüfung der Wetter- und insbesondere der Thermikverhältnisse ein wesentlicher Schwerpunkt.

Viele Unfälle geschehen in turbulenten Bedingungen, in denen sich oft mehrere Winde überlagern. Alleiniges Thermik- oder Seewindfliegen ist vergleichsweise unauffällig. Erst der gleichzeitige Einfluss des Talwindes und der Thermik oder beispielsweise der Thermik und des Druckgradientwindes zeigt sich als problematisch und ist nur absoluten Könnern vorbehalten.

„Die richtige Wahl des Gleitschirmes“ sei der 2. wesentliche Unfallschwerpunkt. Leider gilt das Fliegen eines B-Flügels in der Männerwelt und dem sozialen Umfeld vieler Vereine als vermeintliches Privileg, das zur Überforderung in etwas anspruchsvolleren Bedingungen führen kann.

Der DHV untermauert die Pressekampagne der Papillonschulen, dass tatsächlich mindestens 80% aller Piloten ein EN-A-Schirm fliegen müssten.

Spannend gestaltete sich auch der Dialog auf die Frage, wann ein Rettungsgerät auszulösen sei. Während Extremsportler Mike Küng absolute Gerätebeherrschung und Groundhandling propagiert und die Rettung nicht als integrativen Bestandteil des Gleitschirmfliegens sieht, empfiehlt der Sicherheitsreferent im Notfall das schnelle Auslösen der Rettung.

Natürlich sollte es besser nie zum Notfall kommen. Schubert verweist auf die Statistik auf der Wasserkuppe, die als sicherer Flugberg mit einem hauptberuflichen Startleiter gilt. Trotz des hohe Flugaufkommens gab es bislang dort noch keine Abstürze oder Auslösungen von Rettungsschirmen.

Das Symposium zeigte, dass der Sport sehr sicher ist und die allgemein geringen Unfallrisiken 100% von den Piloten ausgehen.

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